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Ausnahme-Euro ohne Chance

Echte Zwölf-Euro-Münze findet in Berlin keinen Abnehmer

Tempelhof. Berliner Woche-Reporter wollten jetzt mit einer Zwölf-Euro-Münze einkaufen. Vergeblich.

Das kam fast allen Verkäufern „spanisch" vor. Nicht ganz zu Unrecht. Selbst bei der Berliner Bank erntete man nur Kopfschütteln. Und die Wirtschafts und Finanzexperten von der FDP, Rainer Bleckmann und Wolfgang Paulo, hielten das Geldstück schlicht für falsch beziehungsweise einen „gut gemachten Joke". Lediglich der Casino-Wirt im Rathaus Schöneberg, obwohl nicht 100 prozentig überzeugt, hätte die Münze aus 925er Sterling-Silber mit einem Durchmesser von 3,3 Zentimetern akzeptiert.

Für Aufklärung sorgte Matthias Senger, Chef vom gleichnamigen Tempelhofer Münzenhaus in der Bacharacher Straße: „Die Münze ist zweifelsfrei echt, aber nur in Spanien offiziell anerkanntes Zahlungsmittel, das in Deutschland zwar angenommen werden kann, aber nicht muß", so Senger.

Es handelt sich um eine Sonderprägung für Sammler, die erst kürzlich erschien. Die Vorderseite zeigt Don Quijote, die Rückseite König Juan Carlos und Königin Sofia. Der ungewöhnliche Zwölfer-Nennwert ist durch den Umtauschkurs zur ursprünglichen Landeswährung entstanden. 1000 Peseten entsprechen sechs Euro. Auch in Deutschland gibt es eine Zehn-Euro-Münze für Sammler, die gleichzeitig offizielles Zahlungsmittel ist. Und Portugal hat eine Acht-Euro-Münze herausgebracht. So sorgt der Euro auch noch Jahre nach seiner Einführung 2002 für Verwirrung.